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Transdisziplinarität und Ausbildungsziele

Das Kolleg deckt mit seinen elf Wissenschaftler*innen der drei beteiligten Kölner Hochschulen weite Teile der kulturellen Weltkarte und unterschiedlichste, dabei unmittelbar aufeinander bezogene Disziplinen ab. Dieses dialogische Zusammenwirken ermöglicht es den Beteiligten des GRK, die unterschiedlichen Wissenschaftssprachen zu analysieren und mit ihnen hinsichtlich ihrer Wirklichkeitsbeziehungen auf ganz neue Weise reflektierend zu operieren. Zugleich wird in diesem Zusammenschluss ein transdisziplinäres theoretisch-methodisches Vokabular entwickelt werden, das zu einer Metaebene führt und das Thema ‚Anschließen – Ausschließen‘ bezüglich eines gemeinsamen, seine eigenen onto-epistemologischen Ausgangspunkte mit einbeziehenden Fragehorizonts erschließt. Die dialogisch-prozessuale Arbeitsweise des GRK ist als methodische Grundlage des Qualifizierungskonzepts auf allen Ebenen verankert.

Die Student*innen und Graduierten werden im GRK auf relevante Berufsfelder in kulturellen Institutionen wie Museen und Archiven, der Medienbranche und angrenzenden Wirtschaftsbereichen sowie in diversen öffentlichen und privaten Einrichtungen vorbereitet, in und mit denen sie durch ihre fachliche Expertise und methodischen Fähigkeiten optimal agieren können. Die Kollegiat*innen werden während ihrer Promotionsphase durch Praktika, die Konzeption, Organisation und Umsetzung von Kooperationen mit Kulturträger*innen in Köln, das kuratorische Projekt und weitere Veranstaltungsformate sowie das Engagement im Lehrbetrieb und der Organisation von eigenen Workshops vertieften Einblick in vielfältige Praxisfelder erhalten. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, kooperativ bzw. eigenständig Verantwortung für die Übersetzung, Anwendung und Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten und Erkenntnisse aus dem Promotionsprozess in berufliche Tätigkeitsbereiche zu übernehmen. Ein wesentliches Anliegen des GRK ist es zudem, seine Absolvent*innen auf die Gestaltung neuer Berufsfelder (einschließlich universitärer Strukturen) vorzubereiten, die sich in sich wandelnden Milieus und Umwelten bereits deutlich abzeichnen, deren Ausgestaltung bislang aber nur wenig konturiert ist. In diesem Sinne agiert das GRK mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit seiner Absolvent*innen im Dienste eines Neudenkens von globalen und sozialen (digitalen wie auch physischen) Wirklichkeiten, die die Relevanz einer dialogisch-prozessualen Arbeitsweise in den etablierten Strukturen und über sie hinaus evident werden lässt. Die in Frage kommenden Berufsfelder sind in ihrer Entwicklungsperspektive zunehmend unter Legitimierungsdruck. Die Absolvent*innen werden sich zum einen reflektiert an deren Weiterentwicklung beteiligen und zum anderen neue, aus ihrer Forschungstätigkeit hervorgehende Praxisfelder mitprägen.